Als in der Sendung BRANDENBURG AKTUELL am 18.12.2021 ab 19.30 Uhr in einer Schaltung nach Cottbus über stattfindende „Corona-Demonstrationen“ berichtet wurde, fiel (nicht zum ersten Mal!) das Wort von „Umsturzfantasien“. Der Reporter Sebastian Schiller mühte sich, das Geschehen in jenes Licht zu stellen, das mainstreamgerecht ist. Es mussten „Rechte“ sein, die da wieder einmal an allem schuld sind, die AfD natürlich voran; in diesem Fall der Kreisverband Cottbus.

Wenn die Bürger inzwischen gegen Maßnahmen der Bundes- oder Landesregierung aufbegehren, sollte eigentlich auch bei Leuten aus der Politik und den Medien das Nachdenken endlich einmal einsetzen. Wenn dann auch noch auf einem nicht zu übersehenden Transparent die Aufschrift steht: „WOIDKE MUSS WEG!“ wird ein neues Niveau der Bürgerproteste zweifellos erreicht. Würde ein Wechsel an der Spitze der Landesregierung personell stattfinden, wäre dies aber noch kein undemokratischer Vorgang.

Von „Umsturzfantasien“ in diesem Zusammenhang zu reden, ist aber nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Es befeuert Stimmungen und Aggressionen. Das kann niemand wollen.

Blickt man in das Wörterbuch, so wird folgende Definition für diesen Begriff „Umsturz“ angeboten:

„gewaltsame grundlegende Änderung der bisherigen politischen Ordnung“ – im Sinne eines politischen Umsturzes.

Dass dies bei knapp 1.000 Demonstranten in Cottbus oder anderswo ernsthaft der Fall wäre, kann nicht mal der RBB-Reporter selbst glauben. Zu denken sollte vielmehr geben, dass allein in Hamburg rund 10.000 Bürger demonstrierten. In weiteren deutschen Städten passierte Ähnliches. Sind das alles „Rechte“, muss man fragen?

Der Beitrag des RBB ist auf der Internetseite „RBB24“ als Kommentar vom Sonnabend, dem 18.12.21, 21:59 Uhr, nachzulesen. 

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