„Die Briefwähler sind das Zünglein an der Waage im Amt Neuzelle, jedenfalls was die Zweistimme betrifft“, leitete eine Autorin die Wahlanalyse in der Onlineausgabe der „Märkischen Oderzeitung“ am 28. September 2021 (05:30 Uhr) ein.

Bezug wurde dabei auf die „Rettung“ der SPD durch Briefwähler genommen, Nein, niemand will auch nur ansatzweise einen Wahlbetrug unterstellen. Auffällig ist jedoch, dass bereits in Wahlprognosen vorweg und auf Wahlplakaten verschiedener Parteien immer wieder auf eine Briefwahlmöglichkeit der Bürger (ohne Not wegen eventueller Ortsabwesenheit oder anderen verständlichen Sachgründen) orientiert wurde. Immer wieder ließ man inhaltlich in Kommentaren zwischen den Zeilen anklingen, dass Briewähler die politisch reiferen oder intelligenteren wären als die Wähler der AfD, was auch etwas Beleidigendes hat. Bedenkt man auch, dass alle 10 Direktmandate in den Wahlkreisen den SPD-Kandidaten den Weg in den 20. Deutschen Bundestag eröffneten, fragt man sich, welches „Naturgesetz“ dahinter stehen möge. Weiß die Antwort „allein der Wind“.

Am Wahlprogramm oder der Vielzahl von Wahlkämpfern vor Ort aus der SPD konnte es nicht liegen, denn haben Sie welche persönlich gesehen? Die Wahlversprechen von 12 Euro Mindestlohn oder der bundesweite Mietendeckel können es nicht überzeugend gewesen sein, denn davon sind – zum Glück! – hier im Wahlkreis 63 gerade im ländlichen Raum nicht so viele Menschen betroffen.

Die Sozialdemokraten in Brandenburg werden sich genauso wie andere Parteien daran gewöhnen müssen, dass die „Alternative für Deutschland“ weiter da ist; ob es Anderen gefällt oder nicht.

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