Der Krieg in der Ukraine ist zweifelsfrei eine menschliche Katastrophe. Die Deutschen haben solch einen Krieg so nahe an unserer Heimat für die jetzige Zeit mehrheitlich nicht mehr für möglich gehalten. Die Kriege auf dem Balkan nach dem Zusammenbruch Ex-Jugoslawiens waren bei den Bürgern mehrheitlich längst vergessen. Wieder fliehen Menschen vor dem Krieg, wieder auch nach Deutschland. Die Radio- und Fernsehprogramme überschlagen sich förmlich, uns von früh bis spät abends über Geschehnisse in der Ukraine zu informieren. Fast kein Abend kann ab 20.15 Uhr ohne einen „Brennpunkt“ oder ein „ZDF-spezial“ noch beginnen; zumindest scheinbar. Dass das alles ein „Zuviel des Guten“ für den Zuschauer sein könnte, darauf kommt anscheinend kein Programmdirektor, männlich, weiblich oder divers.

Dabei beschäftigen seit nunmehr Wochen den Deutschen ganz nahe Sorgen im Alltag: Die Preise für Sprit, Gas und Strom. Neu hinzu kommen immer mehr Lücken im Regal der Supermärkte oder wie der gelernte Brandenburger sagt: Kaufhallen

Der Krieg in der Ukraine sei schuld, heißt es da. Die Bürger würden „hamstern“.

Aber: Wie kann Mehl und Öl in den Märkten fehlen, wo doch noch gar keine Ernte, sondern ganz normaler Winter war? Wieso fehlen erste Hygieneartikel, wo doch Russland nicht der erste Handelspartner bzw. Lieferant für Zellstoffe ist?

Eines hat sich bereits jetzt gezeigt: Die Globalisierer und ihre Anhänger haben jetzt schon verloren. Es zeigt sich: Wenn allein in einem Land ein Krieg ausbricht, welches uns nahe ist, reißen die Lieferketten, fehlen ukrainische Fernfahrer bei polnischen Spediteuren, die wiederum von und nach Deutschland unterwegs sind und für Billigstlöhne fern der Familie Tag und Nacht schuften. Die zügellose Profigier der Wirtschaft in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass Lager- und Vorratshaltung sozusagen auf der Autobahn stattfindet. Gelernte Berufskraftfahrer in Deutschland finden längst keine angemessene Arbeit und auskömmliche Bezahlung mehr. Einzelhandelskauffrauen und -männer werden von den Supermarktbetreibern nach der Berufsausbildung als Aushilfen stundenweise angestellt, denn das ist viel billiger. Die Fachkenntnisse werden nicht honoriert.

Nun werden den Bürgern fragwürdige Erklärungen aufgetischt, die eine Nachfrage erübrigen sollen. Denn, wenn Krieg ist, muss man verzichten können, so tönt es. Wir sollen aber Solidarität üben und viele Menschen tun dies fraglich auch.

Wer aber hilft den Helfenden, wenn es immer schlechter wird? Die Steuern für den Staat zahlen alle Bürger, denn der Staat erwirtschaftet nichts. Er verteilt nur um, was er zuvor den Bürgern abgenommen hat.

Der Bürger ist bereit abzugeben, wenn es ihm gut geht. Mehr und mehr Zweifel sind angebracht, ob es noch so bleibt.

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