Wie bekannt wurde möchte der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, der jetzt von der SPD gestellt wird, „die Debattenkultur beleben und so die Demokratie in Ostdeutschland stärken“. So zumindest wurde Carsten Schneider, gebürtiger Erfurter mit Jahrgang 1976 in WELT am 01.01.2022 zitiert. Dem könnte man mit Interesse entgegensehen, wenn nicht gleichzeitig eine Reihe von Aussagen des Herrn Schneider stutzen ließen.

Eine seiner Behauptungen, wiederum ein Zitat aus WELT: „In Ostdeutschland gibt es keine funktionierenden Strukturen der demokratischen Parteien“, so der neue Ost-Beauftragte Carsten Schneider (SPD): „Die einzigen Strukturen sind oft nur die Feuerwehr und der Sportverein.“ Er will „niedrigschwellige Diskussionsangebote machen“. Und weiter, dieses Mal aus einer Aussage im TAGESSPIEGEL: Schneider fügte hinzu, er werde in seinem neuen Amt „viel übers Land fahren und überparteiliche und niedrigschwellige Diskussionsangebote machen“.

Es kommt noch schöner: „Auch gibt es dort (Anm.: im Osten Deutschlands) kaum demokratische Strukturen…“ wieder mit Bezug auf die Feuerwehren und die Sportvereine.

Wenn das die Grundeinstellung und die bisherigen Erkenntnisse des Ostbeauftragten sind, dann wird es wirklich höchste Zeit, dass er sehr bald in die ostdeutschen Länder aufbricht, um mit Bürgern zu reden! Allerdings spricht es Bände, wenn vor allem „niedrigschwellige Angebote“ gemacht werden sollen. Für wie dumm hält dieser Herr eigentlich die ostdeutschen Mitbürger, aus denen er selbst mal hervor gegangen ist? War seine Lehre als Bankkaufmann in Erfurt die einzig wohl ungenügende Berührung mit dem normalen Arbeitsleben und der Praxis, um ein derart überhebliches Auftreten zu offenbaren?

Wenn er denn ernsthaft demokratische Strukturen und Parteien im Osten kennenlernen will, kann er sich ja auch mal beim Thüringer Landesverband der Alternative für Deutschland zum Gespräch mit Bürgern anmelden. Aber dieser Vorschlag ist wohl doch außerhalb seines Vorstellungsvermögens – oder?

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