Am vergangenen Sonntag, den 31. Oktober, zugleich Feiertag für die Reformation, hatte der Landesverband Brandenburg der „Alternative für Deutschland“ aufgerufen, nach Eisenhüttenstadt zu kommen. Es ging um das Thema „Asylparadies Deutschland schließen – wirksame Grenzkontrollen, massive Abschiebungen und kein Familiennachzug“. Das waren die Forderungen.

Und es kamen nach eigenen Angaben der Organisatoren der AfD rund 100 Bürger, um ihre Zustimmung und Haltung dazu zu zeigen. Natürlich hatten sich auch Dagegen-Protestierer kurzfristig eingefunden, deren Zahl auf ca. 25 geschätzt wurde. Als „Mahnwache“ wollten die Letzteren sich verstanden wissen und man mag sich fragen, wofür eigentlich „gemahnt“ werden solle? Nach Berichten der Zeitungen waren neben Lokalpolitikern auch Vertreter der Amtskirchen dabei. Auch die Kirchen-Glocken sollten ab 14 Uhr in Eisenhüttenstadt für 10 Minuten läuten, schrieb die Märkische Oderzeitung u.a. zuvor. Es scheint, als wäre der Gedenk-Tag der evangelischen Kirche schlichthin fast unbedeutend; zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung.

Natürlich hören wir täglich und im Überfluss über die Medien etwas von der „Verantwortung Deutschlands“, von „Geflüchteten“ und von elenden Zuständen auf illegalen Migrationswegen. Sogar wird uns weisgemacht, dass diese auch gern als „Schutzsuchende“ bezeichneten Menschen unsere Hilfe erwarten können.

Aber Moment mal: Wenn sie aus einem Land x auf eigenen Entschluss hin losgezogen sind, dazu mehrere illegale Grenzübertritte in diversen Ländern bewusst in Kauf nahmen – sind wir Deutsche dafür zuständig oder verantwortlich?

Jeder dieser Leute ist in irgendeiner Weise ziemlich sicher auch Staatsangehöriger seines speziellen Herkunftslandes; übrigens auch dann, wenn er es vorzieht diese Herkunft durch Wegwerfen seines Ausweises oder Passes zu verschleiern. Noch immer ist es so, dass sein Heimatland und seine Regierung eine Verantwortung haben – nicht wir. Das Geschwätz, dass „Europa“ – gemeint ist die EU – keine „Festung“ sein dürfe, war falsch und ist falsch. Wer die Menschen ernsthaft unterstützen will, die auf der Welt ein besseres Leben suchen, der muss dort helfen, wo diese Menschen zu Hause sind. Diese Hilfe aber kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein, nichts anderes. Menschen, die ohne ausreichende Bildung oder Sprachkenntnisse und ohne Kenntnis der Funktionsweise unseres Gesellschaftssystems in großer Zahl hier auflaufen, können in jeder Hinsicht nur enttäuscht werden. Ihre Erwartungen stimmen mit der Lebenswirklichkeit niemals überein. Auch Daueralimentierung löst das Problem nicht. Und noch eins: Muss ich als Deutscher in meiner angestammten Heimat über Genrationen hinweg es ungefragt hinnehmen, dass hier das Leben auf irreversible Weise verändert wird?

Man muss den Mut aufbringen, auch einmal „Nein“ zu sagen; und zwar entschieden!

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